MAGNUS 31

Unter dem Motto „Obenauf. Leben.“ ist in der Kölner Innenstadt ein städtebauliches Projekt der Zukunft entstanden, das 2017 mit dem Kölner Architekturpreis ausgezeichnet wurde.

Parkhäuser in deutschen Innenstädten sind nur selten wirtschaftlich ausgelastet. Die großen Parkhauskolosse, meist Bauwerke der autofreundlichen 1970er Jahre, sind der neue Schauplatz architektonischer Visionen für Lebensraum in Citylage. Ein Pilotprojekt für die Verbindung von wohnen und parken ist im Auftrag der WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH in der Kölner Magnusstraße, unweit des Kölner Doms entstanden. Für die Umsetzung haben die Planer die oberen zweieinhalb Stockwerke des Parkhauses abtragen lassen und die Stellplätze von 400 auf 250 reduziert. In 15 Metern Höhe wurde so neuer Raum für 31 hochwertige Eigentumswohnungen sowie ein ruhiger, grüner Innenhof erschlossen. Die Gestaltung des einzigartigen Gebäudes basiert auf dem Entwurf und der Genehmigungsplanung der Architekten von Wilkin & Hahnrath Bauphasen aus Köln.
© Fotos: Constantin Meyer

Projektdaten

Name
MAGNUS 31
Land
Germany
Adresse
Magnus Str. 31, Köln
Architekt
Wilkin & Hanrath Bauphasen, V-Architekten, meuterarchitekturbüro Köln
Material
Aluminium
Jahr
2017
System
POHL EUROPANEL®
Oberfläche
POHL BRONZE HAIRLINE Light
© Fotos: Constantin Meyer

Champagnerfarbene Metallfassade aus eloxierten und perforierten Aluminium

Optisch vereint werden beide Bereiche von der exklusiven Fassadengestaltung, die das ebenfalls in Köln beheimatete Team von V-Architekten entworfen hat: Eine champagnerfarbene Metallfassade aus eloxierten und perforierten 4 Millimeter starken Aluminiumtafeln ummantelt den Komplex. Die Verkleidung besteht aus Paneelen mit Lochungen in zwei verschiedenen Größen – 5 x 5 Zentimeter und 7,5 x 7,5 Zentimeter – und wirkt dadurch besonders eindrucksvoll. Ein baulicher Vorteil von Aluminiumfassaden ist ihr geringes Gewicht bei gleichzeitiger Stabilität und Langlebigkeit.
POHL entwickelte die Unterkonstruktion für die champagnerfarbene Fassade komplett neu. Eine Herausforderung war es die Wärmedämmung vor Regen zu schützen, ohne die handelsübliche Schutzfolie zu verwenden und durch die gelochten Paneele zur Schau zu stellen. POHL konstruierte eine zweite 1 mm dünne, schwarzlackierte Blechschale, die die Wärmedämmung auf Höhe der Wohneinheit abschirmt und genügend Platz zur Belüftung bietet. Im Bereich der Stahlbeton-Skelett-Konstruktion des Parkhauses ist die Blechschale fein gelocht und stellt somit auch die Belüftung der Parkebene sicher.
© Fotos: Constantin Meyer